„Komm gleich nach dem Sonnenuntergang,…“

so beginnt das bekannte  Gedicht  „der Apfelgarten“ von Rainer Maria Rilke. Am 01.04.2017 wartete eine bunt gemischte Gruppe von Forstinningern nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern traf sich bei bestem Frühlingswetter am Nachmittag im Streuobstgarten von Manfred Kellner aus Forstern zum  Obstbaumschnittkurs

Getreu dem Motto von Christian Morgenstern „Nur einem jungen Baum kann man die Richtung weisen, in die er wachsen soll. Die Alten bleiben unverrückbar. Man kann sie bestenfalls stehen lassen, oder man fällt sie.“ zeigte uns Herr Kellner wie ein Obstbaum von Beginn an geschnitten wird. Ziel  dieser Maßnahme ist einen gut tragender, im Inneren nicht verkahlter Baum. Außerdem sollte dieser nicht zu hoch wachsen um die Ernte zu erleichtern.

Nachdem wir bei einer Reihe von Bäumen die „Leitäste“ herausgefunden und uns im Baumschnitt versucht hatten, trafen wir uns zur Trinkpause und Schlussbesprechung. Georg Werner dankte am Ende Herrn Kellner für den fundierten Lehrgang und für uns „Neulinge“ war die wichtigste Information, dass man im Herbst bei Herrn Kellner in der Sonnenstraße 6 in Forstern auch Streuobst kaufen kann: Falls es mit der eigenen Ernte noch nicht so recht geklappt hat.

Literaturliebhabern empfehle ich das Gedicht von R. M. Rilke „der Apfelgarten“ nachzuschlagen. Rilkes Apfelgarten muss ähnlich schön gewesen sein, wie Herrn Kellners Streuobstwiesen.

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Frühling läßt sein blaues Band ….

Wenn einem dieses Gedicht in den Sinn kommt, ist es in Forstinning Zeit
für das Osternest und den Osterbrunnen vor dem Rathaus.
Elisabeth Hupfauer und Agnes Hitzlsperger und ihre Helfer waren auch
heuer wieder aktiv.

Osternest_2017

Osterbrunnen_2017

 

 

 

Mit dem Gedicht Zur Osterzeit von Anita Menger wünschen wir allen Besuchern dieser Seite ein gesegnetes Osterfest.

Mit seinem jungen Knospenheer
streift Frühling durch das Land,
streut frische Saaten rings umher
und hinterlässt ein Blütenmeer.
Der Vögel Chor singt Lob und Ehr
dem, der einst auferstand.

 

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Im Märzen der (Bauer) Gartler …..,

sich zuerst zu einer Frühlingsversammlung trifft. An neuem Versammlungsort, erfreuten sich 53 Mitglieder des Gartenbauvereins schon bei ihrem Ankommen an den wunderschönen Blumengeschenken, die Hilde Weith und Käthe Hundschell besorgt hatten. Nach der Ankündigung in der Einladung erhofften alle wirksame Tipps gegen „Schnecken, Giersch und andere Gartenfreu(n)de“ von unserer Referentin Frau Ulrike Windsperger. Nach wenigen Sätzen wurde allerdings klar, dass es nicht um „Rezepte zur Schädlingsbekämpfung“ ging, sondern um ein grundsätzliches Verständnis, dass jede Pflanze, jedes Tier im Garten eine besondere Aufgabe übernimmt. Im Idealfall ergänzen sich also, wie in einem Puzzle, alle Pflanzen und Tiere im Garten zu einem organisch gesunden Ganzen:

  • So hat der viel gehasste Giersch zum Beispiel die Aufgaben den Boden zu lockern, als Zeigerpflanze auf Nässe hinzuweisen und durch das in den Wurzeln enthaltene Saponin andere Pflanzen zu stärken.

    Mit Humor gewinnt Fr. Windsperger Aufmerksamkeit und Zustimmung

  • Blattläuse haben in einem gesunden Garten bis zu 34 Gegenspieler, sind unter anderem Futter für Vögel wie z. B. Meisen.
  • Pflanzen, beispielsweise die Vogelmiere, können bestimmte Stoffe aus dem Boden in hoher Konzentration speichern und tragen so zur Bodengesundheit bei.

Zusammenfassend war der Vortrag ein beeindruckender Appell für mehr Artenvielfalt im Garten, Gelassenheit im Umgang mit „Schädlingen“ und „Unkraut“ und der Entwicklung von Gärten, die sich ein Stückchen selbst überlassen bleiben. Dass man in solchen Gärten auf genetisch verändertes Saatgut verzichtet, nicht auf Optimierung von Ertrag oder züchterische „Schönheiten“ besonderen Wert legt, versteht sich von selbst.

Gespannte Zuhörer

53 Zuhörer, so viel wie lange nicht mehr, hörten aufmerksam zu

Fr. Ulrike Windsperger, Universitätsdozentin, Gartenplanerin, Buchautorin

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon darauf, wenn ich bei meinen Hundespaziergängen durch den Ort in diesem Gartenjahr viele natürliche, wunderschöne, artenreiche Gärten durch den Zaun sehen kann, wo Frau Ulrike Windspergers Anregungen in die Tat umgesetzt wurden.

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Gute Wünsche für Weihnachten und das neue Jahr

Die Vorstandschaft des Gartenbauvereins Forstinning wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Besuchern dieser Seite ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr 2017!

Mit diesem weihnachtlichem Motiv – heuer leider ohne Schnee oder Rauhreif –  möchten wir uns bei allen Mitgliedern und Helfern für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit in 2016 bedanken.

Adventskranz 2016 von Elisabeth und Hans Hupfauer auf dem Rathausbrunnen

Adventskranz 2016 von Elisabeth und Hans Hupfauer auf dem Rathausbrunnen

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Jahresrückblick 2016 im Rupert Mayer Haus

Beim Jahresrückblick am 19. November 2016 konnte der Vorsitzende Georg Werner von vielen Aktivitäten und interessanten Informationsfahrten berichten. An zehn Familien durfte er Urkunden des Kreisverbands für hervorragenden Blumenschmuck und Garten-gestaltung in diesem Jahr überreichen.  Bereits Anfang November  wurden sechs Familien vom Kreisverband bei der Festveranstaltung in Grafing mit einer Blumenschale für ihre schönen Gärten und Häuser ausgezeichnet.
Mit den schönsten Bildern einiger Mitglieder von Menschen, Ereignissen, Blumen und Gärten, zusammengestellt von Walter Klessinger,   fand der gesellige Abend seinen Abschluß.
Einige Bilder und Eindrücke:

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Die Ausgezeichneten

Die Ausgezeichneten

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„Trennung ist unser Los – Wiedersehen unsere Hoffnung“ – Gräber als Erinnerungs- und Gedenkorte

Am 10. Oktober lud der Gartenbauverein bei seiner Herbstversammlung zu einem ganz besonderen Vortrags – Highlight ein. Nachdem jedes Mitglied schon beim Ankommen einen farbenfrohen Blumengruß aussuchen konnte, referierte, passend zur Jahreszeit, den nahen Festen Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag Herr Dieter Neumaier über Grabgestaltung und Grabpflege. Dass diesem Thema großes Interesse entgegengebracht wurde, zeigte die große Anzahl an „Gartlern“, die unser Vorstand, Herr Georg Werner, begrüßen konnte. Herrn Neumaier gelang es, ohne Sentimentalität – aber einfühlsam, mit seinem perfekt strukturiertem, mit vielen Bildern unterlegten Referat zu zeigen, welche Dinge Gräber zu einem ganz besonderen Ort der Erinnerung werden lassen. So überraschte es zu erfahren, dass seit ca. 50 000 Jahren Blumen als Grabbeigaben verbürgt, welch unterschiedliche Bestattungsformen mittlerweile möglich sind sowie die große Anzahl verschiedener Materialien zur Gestaltung von Grabmonumenten. Der Schwerpunkt des Vortrags waren allerdings ganz konkrete Ratschläge, wie man ein Grab zu einem individuellen, harmonisch gestalteten Ort der Trauer und Erinnerung formen kann. Mittels Beispielbildern zeigte der Referent, wodurch es gelingt die Form des Grabsteins und die Bepflanzung zu einer stimmigen Einheit zu kombinieren, welchen Einfluss der „goldene Schnitt“ bei der Rahmenbepflanzung spielt und wie Farbkombinationen besonders attraktiv wirken. Nicht zuletzt gab es auch sehr nützliche Hinweise, wenn jemand die Pflege des Familiengrabs in professionelle Hände legen will. Hierfür steht die TBF, die Treuhandgesellschaft Bayerischer Friedhofsgärtner, mit Rat und Tat zur Stelle. Als Fazit des Abends konnte man mitnehmen, dass Friedhofskultur, Erinnern und das Bewusstsein seiner eigenen Wurzeln auch Kompass für die Zukunft sein kann.

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