400 Apfelsorten und Bayerischer „Way of Life“

Den schönsten Tag der Woche hatten sich am 15. September 33 Gartenfreunde ausgesucht, um den Gartenbaubetrieb Baumgartner im Nöham zu besuchen. Nach einer unerwartet langen Busfahrt wegen zwei Umleitungen, erreichten wir gegen 14.00 Uhr unser Ziel.
Freundlich begrüßt mit einem fundierten Vortrag über Wuchshöhen und alte Sorten, konnten wir in aller Ruhe in Begleitung des Chefs durch die Schaugärten schlendern, in der Eingangshalle die Präsentation der angebauten Sorten bewundern und in Ruhe einen Kaffee genießen.  Jederzeit konnten Fragen gestellt werden, die äußerst kompetent beantwortet wurden. Man muss schon ein „Freak“ sein, wenn man behaupten kann, dass man jede Apfelsorte kennt, die es im 

Rottal gibt. Und außerdem ein Exemplar davon in den Schaugärten stehen hat. Diese Bäume sind sozusagen die „Urväter“ und der Grund, warum jeder Kunde der Baumschule Baumgartner genau „sein“ passendes Bäumchen erhält. Einen Nachteil hat aber die große Vielfalt: Man kann sich nur schwer entscheiden!!!

Nachdem der fachliche Teil des Ausflugs „abgearbeitet“ war, freuten wir uns schon alle auf die zweite Hälfte, einer „Huldigung an die bayerische Lebensart“. Was gehört dazu?
Kloster und Kirche, Brauerei und Bräustüberl in Aldersbach!

Und natürlich eine richtig gute Brotzeit, die unser „Gartenbauchef“ organisiert hatte.

Noch einige Eindrücke von Claudia Ostermaier:

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Asteroidentango – Blumenpracht – Stadtentwicklung


Seit gestern weiß ich, dass „Tango“ aus demLateinischen kommt und „ich berühre“ bedeutet. Dass einer der Mustergärten auf der Gartenschau in Pfaffenhofen „Asteroiden-Tango“ heißt, zeigte den etwa 50 Besuchern des Gartenbauvereins Forstinning deutlich, wie sehr sich Gartenkultur wandelt. Der zumeist kleine Hausgarten ist mehr und mehr Themengarten, Statement, passt zum „Lifstyle“, ist sehr individuell, vielfältig und muss mit geringem Platzbedarf auskommen. Mir scheint, dass beim Hausbau die Gestaltung des Gartens aus seinem früheren „Schattendasein“ geholt, der Garten als äußerst wertvolle Erweiterung des Hauses nach draußen viel intensiver geplant wird als früher. Die Entwicklung der Grundstückspreise ist daran bestimmt nicht unschuldig.

Daneben zeigten die Veranstalter, wie man eine (Klein)Stadt mittels Pflanzen für alle Sinne attraktiv entwickelt. Überall in der Innenstadt entdeckte man prächtige Beete, Blumenkästen, bepflanzte Kübel z. B. das grüne Auto am Hauptplatz, neu angelegte Plätze am Wasser zum Verweilen, Natur beobachten und entspannen.

Nach so vielen Eindrücken kam die Mittagspause am Hauptplatz gerade recht. Auch hier zeigte Pfaffenhofen eine erfreuliche Vielfalt: in Form der Gastronomie in der Fußgängerzone.

Gut gestärkt wurden wir anschließend vom ehemaligen

Bürgermeister, Herrn Prechter, auf einen Streifzug durch die Geschichte Pfaffenhofens begleitet. Wir konnten alle spüren, wie sehr ihm das Wohl und die positive Entwicklung Paffenhofens am Herzen liegt: einer innovativen und nachhaltigen Kleinstadt.

Nach so vielen Eindrücken kam die Kaffeepause bei der Rückfahrt im Kloster Scheyern gerade recht. Bei „Naturtrüb“ oder „Cappuccino“ konnte man den Ausflug zur Gartenschau in Pfaffenhofen noch mal Revue passieren lassen.

Dass die flotte Rückfahrt durch unseren „Haus und Hof Busfahrer“, Herrn Estermann, ohne Stau eine „Punktlandung“ vor dem Gewitter am Abend in Forstinning ermöglichte, war ein letztes Highlight.
Hier noch einige Eindrücke als Diashow:

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Aller guten Dinge sind drei …..

… dachten sich Lydia und Anton Berger und öffneten auch heuer wieder, wie bereits 2013 und 2015,  ihren beeindruckenden Garten wieder zum „Tag der offenen Gartentüre“.
In Oberbayern konnten am 25. Juni 2017 insgesamt 97 Gärten besucht und bestaunt werden. Auch nach Siegstätt kamen wieder sehr viele Gäste aus nah und fern.
Hier eine kleine Bildergalerie:

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„Komm gleich nach dem Sonnenuntergang,…“

so beginnt das bekannte  Gedicht  „der Apfelgarten“ von Rainer Maria Rilke. Am 01.04.2017 wartete eine bunt gemischte Gruppe von Forstinningern nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern traf sich bei bestem Frühlingswetter am Nachmittag im Streuobstgarten von Manfred Kellner aus Forstern zum  Obstbaumschnittkurs

Getreu dem Motto von Christian Morgenstern „Nur einem jungen Baum kann man die Richtung weisen, in die er wachsen soll. Die Alten bleiben unverrückbar. Man kann sie bestenfalls stehen lassen, oder man fällt sie.“ zeigte uns Herr Kellner wie ein Obstbaum von Beginn an geschnitten wird. Ziel  dieser Maßnahme ist einen gut tragender, im Inneren nicht verkahlter Baum. Außerdem sollte dieser nicht zu hoch wachsen um die Ernte zu erleichtern.

Nachdem wir bei einer Reihe von Bäumen die „Leitäste“ herausgefunden und uns im Baumschnitt versucht hatten, trafen wir uns zur Trinkpause und Schlussbesprechung. Georg Werner dankte am Ende Herrn Kellner für den fundierten Lehrgang und für uns „Neulinge“ war die wichtigste Information, dass man im Herbst bei Herrn Kellner in der Sonnenstraße 6 in Forstern auch Streuobst kaufen kann: Falls es mit der eigenen Ernte noch nicht so recht geklappt hat.

Literaturliebhabern empfehle ich das Gedicht von R. M. Rilke „der Apfelgarten“ nachzuschlagen. Rilkes Apfelgarten muss ähnlich schön gewesen sein, wie Herrn Kellners Streuobstwiesen.

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Frühling läßt sein blaues Band ….

Wenn einem dieses Gedicht in den Sinn kommt, ist es in Forstinning Zeit
für das Osternest und den Osterbrunnen vor dem Rathaus.
Elisabeth Hupfauer und Agnes Hitzlsperger und ihre Helfer waren auch
heuer wieder aktiv.

Osternest_2017

Osterbrunnen_2017

 

 

 

Mit dem Gedicht Zur Osterzeit von Anita Menger wünschen wir allen Besuchern dieser Seite ein gesegnetes Osterfest.

Mit seinem jungen Knospenheer
streift Frühling durch das Land,
streut frische Saaten rings umher
und hinterlässt ein Blütenmeer.
Der Vögel Chor singt Lob und Ehr
dem, der einst auferstand.

 

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Im Märzen der (Bauer) Gartler …..,

sich zuerst zu einer Frühlingsversammlung trifft. An neuem Versammlungsort, erfreuten sich 53 Mitglieder des Gartenbauvereins schon bei ihrem Ankommen an den wunderschönen Blumengeschenken, die Hilde Weith und Käthe Hundschell besorgt hatten. Nach der Ankündigung in der Einladung erhofften alle wirksame Tipps gegen „Schnecken, Giersch und andere Gartenfreu(n)de“ von unserer Referentin Frau Ulrike Windsperger. Nach wenigen Sätzen wurde allerdings klar, dass es nicht um „Rezepte zur Schädlingsbekämpfung“ ging, sondern um ein grundsätzliches Verständnis, dass jede Pflanze, jedes Tier im Garten eine besondere Aufgabe übernimmt. Im Idealfall ergänzen sich also, wie in einem Puzzle, alle Pflanzen und Tiere im Garten zu einem organisch gesunden Ganzen:

  • So hat der viel gehasste Giersch zum Beispiel die Aufgaben den Boden zu lockern, als Zeigerpflanze auf Nässe hinzuweisen und durch das in den Wurzeln enthaltene Saponin andere Pflanzen zu stärken.

    Mit Humor gewinnt Fr. Windsperger Aufmerksamkeit und Zustimmung

  • Blattläuse haben in einem gesunden Garten bis zu 34 Gegenspieler, sind unter anderem Futter für Vögel wie z. B. Meisen.
  • Pflanzen, beispielsweise die Vogelmiere, können bestimmte Stoffe aus dem Boden in hoher Konzentration speichern und tragen so zur Bodengesundheit bei.

Zusammenfassend war der Vortrag ein beeindruckender Appell für mehr Artenvielfalt im Garten, Gelassenheit im Umgang mit „Schädlingen“ und „Unkraut“ und der Entwicklung von Gärten, die sich ein Stückchen selbst überlassen bleiben. Dass man in solchen Gärten auf genetisch verändertes Saatgut verzichtet, nicht auf Optimierung von Ertrag oder züchterische „Schönheiten“ besonderen Wert legt, versteht sich von selbst.

Gespannte Zuhörer

53 Zuhörer, so viel wie lange nicht mehr, hörten aufmerksam zu

Fr. Ulrike Windsperger, Universitätsdozentin, Gartenplanerin, Buchautorin

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon darauf, wenn ich bei meinen Hundespaziergängen durch den Ort in diesem Gartenjahr viele natürliche, wunderschöne, artenreiche Gärten durch den Zaun sehen kann, wo Frau Ulrike Windspergers Anregungen in die Tat umgesetzt wurden.

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